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Jedes Jahr besuchen mehr als 1 Million Touristen San Telmo.
Dieses historische Viertel der Stadt Buenos Aires befindet
sich weniger als 10 Blocks von der "Plaza de Mayo"
(Maiplatz) entfernt. Begrenzt wird es vom Mikrozentrum, von
Bezirken wie Monserrat, La Boca, Barracas und vom "Puerto
Madero" (Hafen). Weniger als 1 Kilometer weiter befindet
sich das ökologische Reservat.
San Telmo ist mit Sicherheit einer der ältesten Bereiche
der Stadt. Laut einiger Historiker fand hier im Jahre 1536 die
Gründung der Stadt Buenos Aires durch Don Pedro de Mendoza
statt. San Telmo ist in der historischen Altstadt situiert,
in der Bauweise der Gebäude lassen sich Stile aus verschiedensten
Epochen erkennen, es ueberlebten sogar einige Konstruktionen
aus dem 19. Jahrhundert.
Im sogenannten "San-Lorenzo-Durchgang"befinden
sich einige wunderschöne Innenhöfe, sowie die "Casa
Minima" ("winziges Haus"), eines der schmalsten
Häuser der Stadt in dem einst einer der ersten freigelassenen
Sklaven lebte. An der Ecke der Strasse Defensa und dem San-Lorenzo-Durchgang
kann wer will an einer geführten Tour durch alte unterirdische
Gänge und Tunnel teilnehmen.
Weitere Beispiele für ältere Architektur der Stadt
findet man im "Giuffra-Durchgang" und in der Strasse
Balcarce.
San Telmo ist wahrlich ein interessanter Bezirk mit seinen
gepflasterten Strassen, malerischen Strassenlaternen, ausserdem
erfreut es uns mit einem mehr als hundertjährigen Markt.
Dieser Stadtteil mit intensiver kultureller und sozialer Aktivität,
kombiniert Antiquitäten, Kunst, Kultur und Design mit Nachtleben
und Bohéme.
Sein kommerzielles Zentrum ist rund um die "Plaza Dorrega"
(Dorrega-Platz) situiert, auf der auch seit dem Jahr 1970 jeden
Sonntag der berühmte Flohmarkt der Antiquitäten abgehalten
wird, der unter den Besuchern höchst beliebt ist. Auf den
ca. 270 Ständen kann man allerlei Schnickschnack bewundern
und erstehen, Objekte die sich einst in den Häusern der
"Porteños" (Bewohner von Buenos Aires) befunden
haben. In der Umgebung des kleinen Platzes treten Strassenkünstler,
Tangotänzer und lebende Statuen auf, die der Szenerie ein
ganz spezielles Flair geben.
An Sonntagen wird die Strasse Defensa in eine Fussgängerzone
umfunktioniert und es findet ein Flohmarkt handwerklicher Objekte
statt. Ausser dem schon beschriebenen Markt auf der Plaza Dorrega
gibt es an Sonntagen noch 6 andere Märkte, die da wären,
Ecke Defensa und San-Lorenzo-Durchgang, Ecke Defensa und Independencia,
Ecke Defensa und Giuffra-Durchgang, Ecke Defensa und Cochabamba.
Des weiteren findet man einen kleinen Flohmarkt im Lezama-Park
und einen Kunstmarkt rund um die Ecke der Strassen Humberto
1. und Bolivar.
Ausserdem wird das Strassenbild von San Telmo von mehreren
Galerien, die in grossen alten Gebäuden untergebracht sind,
wie zum Beispiel die, die sich im sogenannten "Viejo Hotel
de los Immigrantes" (Altes Immigrantenhotel) befindet,
sowie von zahlreichen Antiquitäten- (beispielsweise in
der Strasse Defensa Nr. 1079) und Designergeschäften, Bars,
Restaurants und Cafés geprägt.
Im Lezama-Park, eine der elegantesten Grünanlagen von
Buenos Aires, erklingen jeden Sonntag wieder die Lieder und
Trommeln der afrostämmigen Südamerikaner. San Telmo
ist einer der wenigen Orte in der Hauptstadt wo es eine afrikanische
Präsenz gibt. Es ist ein Bezirk der vor allem mit einem
punktet: Vielfalt. Man tanzt Tango, man spielt Candombe (spezieller
rioplatensischer Musikstil) und in den verschiedensten Bars
und Pubs treten Jazz-, Rock-, Blues- und Folklorebands auf.
Auch andere Stilrichtungen sind vertreten, wie die klassische
Musik und die Oper in der Skala von San Telmo. Hervorstechend
ist die hohe Anzahl von Tangolokalen, der Grossteil von ihnen
befindet sich in der Strasse "Balcarce".
Interessant sind auch die Baustile der Lokalitäten,
die von traditionell, wie z. B. die "Bar Britanico",
bis modern in der Umgebung der Plaza Dorrega reichen. Tango-Vorstellungen,
die eine enorme Bereicherung des kulturellen Lebens im Viertel
darstellen, gibt es für jeden Typ Publikums. Von Strassentänzern
unter freiem Himmel auf der Plaza Dorrega an Sonntagen bis hin
zu exklusiven Shows abends in den Lokalen.
San Telmo und Umgebung ist eine Bereich der mit verschiedenen
Theatern und Museen punktet. Es ist für jeden etwas dabei:
das Stadtmuseum ("Museo de la Ciudad") , das Druckmuseum
("Museo del Grabado"), das historische Nationalmuseum
("Museu Histórico Nacional"), das Kinomuseum
("Museo del Cine"), Museum moderner Kunst ("Museo
del Arte Moderno"), das Trachtenmuseum ("Museo del
Traje"), das Museum der Immigranten ("Museo de los
Immigrantes") und das Marionettenmuseum ("Museo del
Títere") sowie die modernen Theater "Mascara",
"CELCIT", "LyF", "Margarita Xirgu",
"El Buhu" und "La Manzana de las Luces".
Es gibt die verschiedensten Ausbildungsmöglichkeiten
in punkto Kino im Viertel, auch einige Galerien finden sich.
In San Telmo und Umgebung leben und arbeiten hunderte Kuenstler,
die dem Bezirk das "gewisse Etwas" geben. Im Februar
organisiert man ein grosses Open-Air-Kinofestival , doch auch
während des restlichen Jahres gibt es unzählige Spektakel
auf den Strassen zu sehen, beispielsweise ziehen die sogenannten
"Murgas", die traditionellen Tanz-und Musikgruppen
des Faschings an Sonntagen durch die Gassen um zu üben.
All das zieht Menschen aus aller Welt an. In San Telmo leben
zahlreiche Immigranten friedlich mit ihren argentinischen Nachbarn
zusammen. Tausende junge Europaeer haben diesen Ort als ihre
neue Heimat gewählt. Warum? Die Antwort liegt auf der Hand.
San Telmo hat viel zu bieten. Alte Haeuser, freundliche Menschen,
Geschichte und Gegenwart, Mystik und Magie, es hat einfach Flair.
In den letzten Jahren hat der Bezirk eine enorme Entwicklung
durchgemacht, viele neue Restaurants, Hotels, Märkte und
Lokale sind entstanden, das Viertel ist bereit fuer eine neue
Era.
San Telmo ist einer der interessantesten Orte der Stadt
Buenos Aires. Es zeigt Identität, Kunst und Kultur und
ist voller Farben und Vielfalt.
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